Das Feuchtmayerhaus    
     
Die Geschichte der

Wohn- und Wirkungsstätte
J.A. Feuchtmayers
  Das Feuchtmayerhaus - Wohn- und Wirkungsstätte J.A. Feuchtmayers
     
     
Das Haus   wurde noch vor etwa 50 Jahren als "Haus der Bildhauer" und erst danach als "Feuchtmayerhaus" bezeichnet.

Joseph Anton Feuchtmayer erwarb das "Steuer- und Landschaftshaus" im Jahre 1730 von seinem wichtigsten Arbeitgeber, dem Kloster Salem. Das Feuchtmayerhaus beherbergte im 18. Jahrhundert die sog. "Mimmenhausener Werkstatt". Das Anwesen wurde nach dem Tod von Joseph Anton Feuchtmayer von seinen Nachfolgern, seinem Gesellen Johann Georg Dirr (1723 - 1779), dessen Söhnen und seinem Schwiegersohn Johann Georg Wieland (1742 - 1802) als Bildhauerwerkstatt weitergeführt. Die Nachrichten hierüber sind spärlich.
     
    Auch die bauhistorische Untersuchung hat ergeben, dass es sich beim Feuchtmayerhaus in seiner Entstehungszeit nicht um ein Bauernhaus gehandelt haben kann. Das Baujahr konnte eindeutig dem Jahr 1692 zugeordnet werden.
     
An der Fassade sind bis zu acht Bauphasen nachweisbar. Die ursprüngliche Fassadengestaltung war als Sichtfachwerk konzipiert. Diese Gestaltung kann jedoch nur relativ kurze Zeit von höchstens 20 bis 30 Jahren vorhanden gewesen sein, denn bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind mind. noch vier grundlegende Veränderungen nachweisbar. Die dritte Phase aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts veränderte das Haus so, wie es sich im Wesentlichen zum heutigen Tage präsentiert.   Seewoche, 11. Mai 1994
     
    Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Haus in landwirtschaftliche Nutzung über.
     
    Im Jahre 1990 erwarb die Gemeinde Salem das Feuchtmayerhaus aus Privatbesitz. Es war in einem völlig desolaten Zustand. Die Gemeinde sanierte und renovierte das Haus in aufwendiger Arbeit, finanziell unterstützt durch die Denkmalstiftung des Landes Baden-Württemberg und den Förderverein Feuchtmayerhaus Salem e.V..
     
    Im ehemaligen Wirtschaftsteil wurde die Gemeindebibliothek eingerichtet, der Wohnteil wurde für den Museumsteil original restauriert. Im Juni 2000 wurde das Feuchtmayer-Museum eröffnet.
     

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