Willkommen in der Welt des Josef Anton Feuchtmayer

Joseph Anton Feuchtmayer

Holzschnitzer, Steinbildhauer, Stuckateur, Altarbauer

Wurde 1696 in Linz an der Donau geboren, verbrachte seine Kindheit und Ausbildungsjahre weitgehend in Schongau (Lech). Sein Vater Josef Anton Feuchtmayer hatte seit ca. 1706 regelmäßig Aufträge für den Neubau des im Jahr 1697 abgebrannten Klostergebäudes in Salem ausgeführt und siedelte deshalb um 1714 von Schongau nach Mimmenhausen (heute Ortsteil von Salem) um.

Um diese Zeit wird auch Josef Anton Feuchtmayer im Gebiet des Zisterzienserklosters Salem erwähnt. Nachhaltige künstlerische Eindrücke empfing er von dem auch in Weingarten arbeitenden oberitalienischen Stuckateur Diego Francesco Carlone, von dem er gegen 1721 die »Kunst der Glanzarbeit« erlernte, die Herstellung selbständiger frei modellierter Stuckfiguren mit glänzend polierter, an weißen Marmor erinnernder Oberfläche. F. wurde in dieser Stuckalabaster-Technik Fortsetzer und Vollender von Carlones Kunst nördlich der Alpen.

Joseph Anton Feuchtmayer führte ornamentale und figürliche Arbeiten in Holz, Stein und Gips aus. Er arbeitete u.a. für die Abteikirche in Weingarten, das Neue Schloss in Meersburg die Stiftskirche in St. Gallen die ehemalige Zisterzienserabteikirche Salem und für viele andere Kirchen und Klöster im Südwesten bis in an den Oberrhein und nach Fribourg in der Schweiz. Sein wohl berühmtestes Werk ist die Ausstattung der Klosterkirche Birnau mit der berühmten Figur des Honigschleckers Josef Anton Feuchtmayer starb 1770 in Mimmenhausen.

Zielsetzung, Inhalt des Museums

Das Feuchtmayermuseum zeigt nur wenige Exponate aus dem Schaffen Josef Anton Feuchtmayers. Diese dienen der Erklärung der Besonderheiten der Arbeiten des Künstlers und als Einstimmung in die Welt des Barock. Seine Kunstwerke sind weitgehend frei zugänglich in den Kirchen und Schlössern der Region.

In liebevoller Arbeit hat die Kunsthistorikerin Dr. Marion Harder-Merkelbach die Ausstellung gestaltet und nach Themenbereichen geordnet. Sie erfahren als Besucher zunächst etwas über die Kunst des Zeichnens, ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Künstlers, denn nur mit den Entwurfszeichnungen oder den schon vorhandenen Werken konnte er neue „Kunden“ gewinnen. Weiter lernen Sie etwas über den Werkstattalltag und die Entstehung eines vergoldeten Puttokopf.  Im Obergeschoß erfahren Sie etwas über das Verhältnis des Künstlers zum Kloster Salem und insbesondere zu seinem besonderen Gönner Abt Anselm II und zur Klosterkirche Birnau.

Den Abschluss bildet ein Blick in die Welt des Stuck. Sie erfahren wie ein Putto oder eine Säule in Gipsmarmor oder wie Wand- und Deckenputz entsteht und stehen staunend vor dem Original Deckenputz aus dem ehemaligen Marstall des Schlosses Salem. Zur Erinnerung an den spannenden und lehrreichen Aufenthalt im Museum können Sie noch z.B. kleine Figuren des Honigschleckers und andere Andenken erwerben.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserem Museum

Öffnungszeiten

Aufgrund der Corona-Krise sind keine Führungen erlaubt.

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober:
Samstag, Sonn- und Feiertage
11:00 - 17:00 Uhr

Eintrittspreise ins Museum

  • Erwachsene

    3,00 €

  • Jugendliche bis 16 Jahre

    Frei

  • Schüler | innen & Studierende (mit Ausweis)

    2,00 €

  • Gruppen ab 10 Personen

    2,50 €

  • Echt Bodensee Card

    1,00 €

Alle Preise pro Person

Die Geschichte

Das Feuchtmayerhaus

Das Haus 1691 erbaute Gebäude wurde noch vor etwa 50 Jahren als "Haus der Bildhauer" und erst seit 1990? als "Feuchtmayerhaus" bezeichnet. Joseph Anton Feuchtmayer erwarb das "Steuer- und Landschaftshaus" im Jahre 1730 von seinem wichtigsten Arbeitgeber, dem Kloster Salem. Es beherbergte im 18. Jahrhundert die sog. "Mimmenhausener Werkstatt". Das Anwesen wurde nach dem Tod von Joseph Anton Feuchtmayer von seinen Nachfolgern, seinem Gesellen Johann Georg Dirr (1723 - 1779), dessen Söhnen und seinem Schwiegersohn Johann Georg Wieland (1742 - 1802) als Bildhauerwerkstatt weitergeführt. Die Nachrichten hierüber sind spärlich.

An der Fassade des Gebäudes sind bis zu acht Bauphasen nachweisbar. Die ursprüngliche Fassadengestaltung war als Sichtfachwerk konzipiert. Diese Gestaltung kann jedoch nur relativ kurze Zeit von höchstens 20 bis 30 Jahren vorhanden gewesen sein, denn bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind mind. noch vier grundlegende Veränderungen nachweisbar. Die dritte Phase aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts veränderte das Haus so, wie es sich im Wesentlichen zum heutigen Tage präsentiert. Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Haus in landwirtschaftliche Nutzung über.





Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Haus in landwirtschaftliche Nutzung über. Im Jahre 1990 erwarb die Gemeinde Salem das Feuchtmayerhaus aus Privatbesitz. Es war in einem völlig desolaten Zustand. Die Gemeinde sanierte und renovierte das Haus in aufwendiger Arbeit, finanziell unterstützt durch die Denkmalstiftung des Landes Baden-Württemberg und den Förderverein Feuchtmayerhaus Salem e.V.. Im ehemaligen Wirtschaftsteil wurde die Gemeindebibliothek eingerichtet, der Wohnteil wurde für die Aufnahme des Museums weitgehend original restauriert. Im Juni 2000 wurde das Feuchtmayer-Museum eröffnet.

Literatur

  • Ulrich Knapp: Josef Anton Feuchtmayer 1696-1770,
    Verlag Stadler Konstanz, ISBN: 978-3-7977-0346-0

  • Wilhelm Böck: Josef Anton Feuchtmayer, Verlag Ernst Wasmutz
    Tübingen 1948 Nur noch im Antiquariat erhältlich

  • Marion Harder Merkelbach: Das Geheimnis des Honigschleckers,
    2003 Im Antiquariat oder als Paperback bei Amazon erhältlich

  • Hans Jensen: Schach dem Abt, Herder Verlag Freiburg
    Im Antiquariat oder bei Amazon erhältlich

Die Geschichte

Förderverein Feuchtmayerhaus
Salem e.V.

Der Förderverein Feuchtmayerhaus wurde 1994 als eingetragener Verein gegründet mit der Zielsetzung die bauliche Wiederherstellung des Feuchtmayerhauses zu unterstützen und das Gebäude einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Nachdem dies gelungen war und das Museum 2000 eröffnet wurde, kam als Aufgabe für den Verein vor allem die Organisation des Museumsbetriebes und die Pflege und der Erhalt der Ausstellungsexponate hinzu. Mitglieder des Vereins führen auch durch das Museum und als Besonderheit bietet der Verein auch eine Führung durch Josef Anton Feuchtmayer persönlich an.

Wenn Sie die Arbeit des Vereins unterstützen wollen, so senden wir Ihnen gerne einen Mitgliedsantrag zu.

Weblinks

Feuchtmayer Museum

Aktuelles aus dem Museum

Geplante Termine, zu denen keine Voranmeldung notwendig ist:

Derzeit können wir leider keine Fixführungen anbieten

Salem am Bodensee

Feuchtmayer Museum

Tüfinger Str. 10
88682 Salem - Mimmenhausen

Termine für Sonderführungen können bei der
Gemeindeverwaltung Salem
Tel. 07553/823-12 oder beim Förderverein
Tel. 07553/96910 vereinbart werden.

oder E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!